Kochen

Essensplanung für eine Woche

Für 2019 habe ich den Vorsatz gefasst, nicht mehr (so viel) in der Kantine mittags zu kaufen, sondern versuchen, für jeden Tag eine eigene Mahlzeit am Abend vorher vorzubereiten. Die Kantine empfinde ich als relativ teuer und die Portionen als sehr bescheiden – was Größe und Geschmack betrifft.

Letztes Jahr habe ich immer mal wieder vorgekocht, aber nie so strukturiert und vor allem nicht täglich. Seit Januar bin ich dabei, am Ende der Woche einen Essensplan für die kommende Woche zu erstellen. Samstags kochen wir recht selten, da wir oft bei den Schwiegereltern naschen können, aber der Sonntagabend ist unser gemeinsamer Kochabend, wo es meistens etwas aufwändigeres oder Besonderes gibt. Den Sonntag nutze ich auch oft dazu, einige Speisen vorzubereiten. 

Worauf achte ich bei der Erstellung eines Wochenplans?

  • Zubereitungszeit & Termine: Wenn ich viele Termine am Tag vorher habe, dann sollte es meist ein unkompliziertes Gericht, welches sich am Tag vorher schnell oder sich ggf. schon einige Tage vorher zubereiten lässt.
  • Abwechslung: Ich habe zuerst überlegt, verschiedene Thementage einzubauen, um Abwechslung zu garantieren. Aber das hat mich meist mehr gestresst. Meist gibt es ein vegetarisches Gericht, eine Suppe / Eintopf, einen Salat, Auflauf, Pfanne oder was mir noch so über den Weg läuft. Ich versuche drauf zu achten, dass es nicht jeden Tag Nudeln gibt, aber das klappt eigentlich sehr gut.
  • Resteverwertung: Bei der Rezeptauswahl achte ich darauf, dass – wenn Reste entstehen – diese in anderen Mahlzeiten verarbeitet werden können oder ich beim Abendessen verwenden kann.
  • Einfrieren: Manche Gerichte wie Chili, Suppen und Eintöpfe koche ich generell für mehrere Personen, damit später noch etwas zum Einfrieren da ist. Ich friere stets portionsweise ein, damit wir bei Zeitmangel einfach aus der Truhe unsere Gerichte mit zur Arbeit nehmen können.

Nach Erstellung des Plans notiere ich die Rezepte plus deren Quellen in unseren Kalender, für alle sichtbar, damit jeder Bescheid weiß, sich niemand beschweren kann und ich auch genau weiß, was ich wo nachschlagen muss.

Wo finde ich Rezepte / Inspiration?

  • Blogs: Ich habe bei Feedly u.a. verschiedene Blogs aus dem Bereich Backen, Kochen, Thermomix und Rezepte abonniert. Feedly bietet die Funktion, Beiträge in Boards zu speichern. Also speichere ich in meinen Boards „Rezepte“ und „Backen“ alle Beiträge, die mir gefallen und die ich auch mal ausprobieren möchte. Bei Erstellung des Wochenplans gehe ich dann die Boards durch und schaue was passen könnte-
  • Kochzeitschriften: Letztes Jahr habe ich mir monatlich diverse Kochzeitschriften zum Thermomix gekauft. Beim Ausprobieren der Rezepte war ich aber oft nicht zufrieden. Mittlerweile kaufe ich unregelmäßig die ein oder andere Zeitschrift und blättere sie auf dem Sofa durch und markiere Rezepte, die gekocht werden sollte.
  • Instagram / Pinterest: Weitere Inspiration erhalte ich einfach beim Durchscrollen meiner Feeds auf Instagram oder Pinterest. Auch da speichere ich mir interessante Rezepte ab.
  • Rezeptseiten: Wenn ich auf der Suche nach bestimmten Rezepten bin, weil ich entweder darauf Lust habe oder bestimmte Zutaten verwerten möchte, suche ich auf den einschlägigen Internetseiten danach.
Feedly – Ausschnitt aus Rezepte Board

Fazit nach vier Wochen?

Es klappt erstaunlich gut.

  • Kostensenkung: Vor allem die Ausgaben für Lebensmittel haben sich gesenkt, da ich (meist) nur noch das kaufe was wirklich auf dem Zettel steht.
  • Resteverwertung: Der Kühlschrank ist Freitag gut leergefegt, wird aber Samstag auch direkt wieder aufgefüllt. Wir müssen selten etwas wegschmeißen.
  • Zeitersparnis: Ich muss tatsächlich nur noch einmal die Woche in den Laden, um alles Nötige zu besorgen und spare so einiges an Zeit.
  • Spontanität: Aufgrund meiner Einfriertaktik ist es auch nicht so tragisch, wenn sich Pläne unter der Woche verschieben und ich bspw. keine Zeit zum Kochen habe. Dann greife ich einfach in die Truhe und schaue nach, was als Alternative zum spontanen Essen aufgetaut werden könnte. So eine Spontanität hat aber auch Nachteile (s.u.).

Wirklich alles positiv?

Nun gut, so ein paar Dinge fallen dann doch noch negativ auf

  • Planung: Die Planung nimmt momentan noch viel Zeit in Anspruch. Aber dagegen steuere ich schon an, indem ich eine eigene Rezeptdatenbank (na gut, einen einfachen Ordner) angelegt habe, in dem ich gute Rezepte ablege und für kommende Wochen in Erwägung ziehen kann. Ich denke, mit so einem Standardrepertoire lässt es sich auf Dauer auch noch einfacher planen.
  • Spülmaschine / Abwasch: Das Kochen selbst entspannt mich eigentlich nach der Arbeit. Aber das Aufräumen nervt. Während zu Kantinen-Zeiten unsere Spülmaschine maximal einmal unter der Woche gelaufen hat, läuft sie nun fast täglich. Kochutensilien und unsere Lunchboxen müssen ja gewaschen werden.
  • Spontanität: Pläne verschieben sich, keine Zeit zum Kochen, aus der TK wird ein Gericht aufgetaut. Aber was passiert mit den eingekauften Sachen? Es ist Gott sei Dank noch nicht sooft vorgekommen und in den Fällen wo es passiert ist, konnte ich den Wochenplan so verschieben, dass das übrige Essen später gekocht werden konnte.

Ich habe mir überlegt, dass ich meine Speisepläne nach jeder Woche auch online zur Verfügung stellen könnte. Mich inspiriert das ja auch immer, was andere gerne so die Woche kochen und sich vorbereiten. Daher folgt nach diesem Beitrag zu diesem Thema der Speiseplan der letzten Woche mit Links, Empfehlungen und Empfindungen.

Viele Grüße
Sophia

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